Vorbereitungen auf meine erste Kunstmesse / Preparations for my first art fair
English version hereVom 1. bis 3. Mai 2026 findet in München die Frühlingsausgabe der ARTMUC statt – und ich bin dabei. Nachdem ich im vergangenen Herbst als Besucherin der Discovery Art Fair in Frankfurt zum ersten Mal Kunstmessen-Luft geschnuppert habe und dort einige richtig spannende Gespräche mit Künstler*innen führen konnte, war für mich ziemlich schnell klar: Diesen Weg möchte ich auch für mich ausprobieren und meine Kunst auf einer Messe präsentieren.
Auch wenn es wahrscheinlich naheliegender gewesen wäre, erst einmal mit einer Messe in meiner direkten Umgebung zu starten, habe ich meine erste Bewerbung direkt nach München geschickt. Zum einen, weil ich viel Gutes über die ARTMUC gehört habe – und zum anderen, weil mir die Stadt über die Jahre sehr ans Herz gewachsen ist. Außerdem wohnen dort einige enge Freundinnen, die mich im Zweifel tatkräftig unterstützen können – ein ziemlich gutes Gefühl für den Anfang.
Auf einer Kunstmesse kommen innerhalb weniger Tage Tausende kunstinteressierte Menschen zusammen, und im besten Fall finden die Werke direkt ein neues Zuhause. Die Möglichkeiten sind groß, genauso wie die Chance auf neue Kontakte – aber genau deshalb braucht es auch eine gute Vorbereitung. Vor allem dann, wenn man – so wie ich – zum ersten Mal dabei ist.
Ich werde meine Arbeiten auf vier Metern präsentieren, verteilt auf zwei Wände. Und wie heißt es so schön: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Seit ich die Zusage bekommen habe, kreisen meine Gedanken also immer wieder um die gleiche Fragen: Wie möchte ich meine Kunst zeigen? Welche Werke nehme ich mit? Wie wirken sie zusammen? Welche Größen machen Sinn?
Inspiriert von meinem Kollegen Alexander Lis und bestärkt durch eigene Recherchen war schnell klar: Neben großen und mittleren Formaten möchte ich auch kleinere Arbeiten zeigen – als eine Art Einstieg für Sammler*innen.
Formate in 30 × 40 cm gab es bisher noch nicht in meinem Portfolio. Umso spannender ist es, dass ich aktuell alle zwei Tage im Atelier stehe und genau an dieser neuen Serie arbeite. Eine kleine „Galerie“ aus Mini-Formaten entsteht.
Dabei experimentiere ich unter anderem mit unbehandeltem Leinwandstoff, den ich – bei schönstem Wetter – sogar draußen auf der Terrasse bemalt habe. Und ja: Es gab bereits einige Momente des Scheiterns… oder sagen wir lieber: des Lernens und der Neuausrichtung.
Farblich zieht es mich im Moment zu blassen Rosatönen und einem tiefen Bordeaux – eine Kombination, die (für mich) erstaunlich gut mit meinen bisherigen Blau- und Erdtönen harmoniert. Meine Palette erweitert sich also gerade ein Stück, während die Kompositionen ruhig und minimal bleiben – vielleicht nur ein wenig organischer als zuvor (unten erste Eindrücke).
Während die Arbeit an den Bildern also in vollem Gange ist, wächst parallel die To-do-Liste, die auch mit der Messe zu tun haben: Neue Flyer gestalten (oder doch Postkarten?), Fragen rund um den Transport und den Aufbau klären, überlegen, welche kleinen Möbel meinen Stand ergänzen könnten… die Liste ist lang.
Wenn der nächste Newsletter erscheint, sind die Bilder vielleicht schon im Kofferraum und ich stehe kurz vor der Abfahrt Richtung München.
Es bleibt spannend – und ich bin jetzt schon neugierig, was ich nach der Messe berichten kann.
English
From May 1st to 3rd, 2026, the spring edition of ARTMUC will take place in Munich – and I'll be there. After getting my first taste of the art fair scene last fall as a visitor to the Discovery Art Fair in Frankfurt, where I had some truly fascinating conversations with artists, it quickly became clear to me: I wanted to try this path myself and present my art at a fair.
Even though it would probably have been more obvious to start with a fair closer to home, I sent my first application directly to Munich. Firstly, because I'd heard so many good things about ARTMUC – and secondly, because the city has grown very dear to me over the years. Plus, some close friends live there who can offer me invaluable support if needed – a pretty good feeling to start with.
At an art fair, thousands of art enthusiasts come together within just a few days, and in the best-case scenario, the artworks find new homes right away. The possibilities are vast, as is the chance to make new contacts – but that's precisely why thorough preparation is essential. Especially if, like me, you're participating for the first time.
I'll be presenting my work across four meters, spread over two walls. And as they say, you only get one chance to make a first impression. Since receiving my acceptance, my thoughts have been constantly circling back to the same question: How do I want to display my art? Which pieces should I bring? How do they interact? What sizes make sense?
Inspired by my colleague Alexander Lis and reinforced by my own research, it quickly became clear: In addition to large and medium-sized pieces, I also want to show smaller works – as a kind of entry point for collectors.
Formats measuring 30 × 40 cm haven't been part of my portfolio before. That makes it all the more exciting that I'm currently in my studio every other day, working on precisely this new series. A small "gallery" of miniature formats is taking shape.
I'm experimenting with untreated canvas, which I've even painted outside on the terrace – in beautiful weather. And yes, there have already been a few moments of failure… or rather, let's say, of learning and readjustment.
Currently, I'm drawn to pale pinks and a deep burgundy – a combination that (for me) harmonizes surprisingly well with my existing blues and earth tones. So my palette is expanding a bit, while the compositions remain calm and minimalist – perhaps just a touch more organic than before.
While work on the paintings is in full swing, the to-do list is growing in parallel: designing new flyers (or maybe postcards?), clarifying questions about transport and setup, considering which small pieces of furniture could complement my booth… the list is long.
By the time the next newsletter comes out, the paintings might already be in the trunk of the car, and I'll be about to leave for Munich.
It remains exciting – and I'm already curious to see what I'll have to report after the fair.