Meine Ziele und Wünsche für 2026 / My goals and wishes for 2026

English translation below

Die Zeit rund um den Jahreswechsel erlebe ich immer ein wenig zwiegespalten. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein großer Fan von Silvester bin. Und trotzdem hat der Start in ein neues Jahr für mich etwas Magisches. Ein neues Jahr fühlt sich an wie eine leere Leinwand, die Stück für Stück – oder besser gesagt Tag für Tag – bemalt wird.

„Gute Vorsätze“ habe ich mir schon oft gemacht, nur um sie im zurückkehrenden Alltag schnell wieder zu verlieren. In diesen Januar bin ich deshalb bewusst etwas anders gestartet: nicht mit strengen Vorsätzen, sondern mit groben Zielen und Wünschen, die ich vor allem für mein kreatives Business umsetzen möchte. Einige davon – und die Erkenntnisse, die ich in den letzten Monaten gewonnen habe – möchte ich hier mit euch teilen.

1. Ziel: Mehr Fokus
Im Kleinen wie im Großen. Auf der übergeordneten Ebene möchte ich meinen Fokus noch stärker auf meine Originalkunst legen. Das bedeutet, Aufgaben klarer zu priorisieren – zugunsten der Malerei selbst, aber auch ihrer Vermarktung. Mehr Zeit fürs Experimentieren, mehr Raum, um meinen Stil weiter zu entwickeln und zu schärfen. Meine Prints und die Fotografie bleiben ein Teil von mir und meinem Angebot, jedoch ist dies ein Part, der mittlerweile auf vielen Plattformen fast von selbst die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

2. Wunsch: Mehr Platz und Licht
Ich brauche mehr Platz und vor allem mehr Licht zum Arbeiten. Mein kleines Studio zu Hause ist aktuell nicht optimal. Solange ich daran nichts Grundlegendes ändern kann (ich halte aber die Augen offen), möchte ich die bestehenden Gegebenheiten bestmöglich nutzen: Dinge auslagern, die ich für meine kreative Arbeit nicht brauche, und das vorhandene Licht besser ausschöpfen – zum Beispiel durch Spiegel oder eine bewusstere Raumgestaltung.

3. Ziel: Weniger Zeug
Ein großes Ziel für dieses Jahr ist das Aussortieren. Im Haushalt, im Atelier, im Büro – aber auch im kreativen Business. Ich möchte mich von Dingen und Bereichen trennen, die mir keinen wirklichen Nutzen mehr bringen, aber Energie kosten. Weniger Ballast, mehr Klarheit.

4. Wunsch: Pausen einlegen
Ich freue mich sehr auf den Frühling und habe mir fest vorgenommen, die wunderschöne Umgebung rund um Bad Nauheim bewusster zu nutzen. In der Natur kann ich am besten abschalten und reflektieren. Im letzten Jahr habe ich mir diese Zeit viel zu selten genommen – weil es ja immer noch etwas zu tun gibt. Das möchte ich ändern.

Abstract artist Mareike Böhmer in the gallery while her exhibition talking about art

5. Ziel und Wunsch: Persönliche Verbindungen schaffen


2025 habe ich durch meine Einzelausstellung sowie die Teilnahme an einer Gruppenausstellung gemerkt, wie wertvoll es ist, Menschen die eigene Kunst persönlich zu zeigen und direkt in den Austausch zu gehen. Kunstwerke werden ganz anders erfahrbar, wenn man sie im Original sehen kann: Texturen, Farben, Details – und die Geschichten dahinter, wenn Künstler von ihrer Arbeit erzählen. Genau aus diesem Grund habe ich mich bei einer Kunstmesse beworben und bereits für Februar meine Teilnahme an einer weiteren Gruppenausstellung zugesagt.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass ich hier mit anderen Künstler*innen in Kontakt komme - eine Situation, die ich glücklicherweise 2025 vermehrt erleben durfte. Der persönliche Austausch mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich, hat so viele Vorteile: Die Einordnung der eigenen Arbeit durch äußeres Feedback und neue Blickwinkel. Ich lerne aus Erfahrungen anderer und kann auch meine Tipps weitergeben. Es ergibt sich so ein Netzwerk und neue Möglichkeiten tun sich auf: Kooperationen, Ausstellungshinweise, Empfehlungen entstehen häufig ganz nebenbei aus echten Gesprächen.


I always experience the time around New Year's with mixed feelings. Anyone who knows me knows I'm not a big fan of New Year's Eve. And yet, the start of a new year has something magical about it for me. A new year feels like a blank canvas, which is painted piece by piece – or rather, day by day.

I've often made "New Year's resolutions," only to quickly lose them again in the return to everyday life. This January, I consciously started a little differently: not with strict resolutions, but with broad goals and wishes that I want to implement, especially for my creative business. I'd like to share some of these – and the insights I've gained in recent months – with you here.

1. Goal: More Focus. In small ways and in big ways. On a broader level, I want to focus even more strongly on my original art. This means prioritizing tasks more clearly – for the benefit of the painting itself, but also its marketing. More time for experimentation, more space to further develop and refine my style. My prints and photography remain a part of me and my offerings, however, this is a part that now almost automatically attracts attention on many platforms.

2. Wish: More space and light. I need more space and, above all, more light to work. My small home studio isn't ideal at the moment. Until I can fundamentally change that (though I'm keeping my eyes open), I want to make the best possible use of the existing situation: outsourcing things I don't need for my creative work and making better use of the available light – for example, through mirrors or a more deliberate room layout.

3. Goal: Less Stuff. A major goal for this year is decluttering. In the household, in the studio, in the office – but also in my creative business. I want to get rid of things and areas that no longer serve me any real purpose but drain my energy. Less baggage, more clarity.

4. Wish: Taking Breaks. I'm really looking forward to spring and have made a firm resolution to make more conscious use of the beautiful surroundings around Bad Nauheim. Nature is where I can best switch off and reflect. Last year, I took this time far too infrequently – because there was always something else to do. I want to change that.

5. Goal and Desire: Creating Personal Connections. In 2025, through my solo exhibition and participation in a group exhibition, I realized how valuable it is to show people my art in person and engage in direct dialogue. Artworks become a completely different experience when you can see them in person: textures, colors, details – and the stories behind them, when artists talk about their work. This is precisely why I applied to an art fair and have already confirmed my participation in another group exhibition in February.

Another important factor is that I come into contact with other artists here – a situation I was fortunate enough to experience more frequently in 2025. The personal exchange with people who are in a similar situation to mine has so many advantages: I can contextualize my own work through external feedback and gain new perspectives. I learn from the experiences of others and can also pass on my own tips. This creates a network and opens up new opportunities: collaborations, exhibition announcements, and recommendations often arise quite naturally from genuine conversations.

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Gruppenausstellung im Februar / Group Exhibition in February